Doppelmayr: RopeCon schafft eine direkte Verbindung vom Goldabbau El Limón-Guajes ins Tal

Für die Verbindung der Golderzlagerstätte El Limón mit der Aufbereitungsanlage war es notwendig, einen Höhenunterschied von ca. 400 m in steilem Gelände zu überwinden. Das Unternehmen Minera Media Luna, S.A. de C.V. (MML), ein 100%iges Tochterunternehmen von Torex Gold Resources Inc., entschied sich dafür, als Transportmittel einen RopeCon® der Firma Doppelmayr Transport Technology einzusetzen, der stündlich 1.000 Tonnen an Golderz über eine Länge von 1,3 km ins Tal befördert. Unter anderem hatten auch Sicherheitsüberlegungen und Umweltschutzthemen einen Einfluss auf diese Entscheidung.

Ca. 180 km südwestlich von Mexiko Stadt, im Bundesstaat Guerrero, Mexiko, liegt die Golderzmine El Limón-Guajes des Unternehmens MML. Das in den zwei Lagerstätten El Limón und Guajes abgebaute Erz wird in einer zentralen Aufbereitungsanlage weiterverarbeitet. Der Tagebau von El Limón befindet sich allerdings etwa 400 m über diesem Werk auf einem steilen Bergrücken. In der Planungsphase des Projekts stellte sich daher auch die Frage, wie das Material vom Abbaugebiet nach unten ins Tal transportiert werden sollte. Neben den Kosten wurden unter anderem die betriebliche Sicherheit sowie der Einfluss auf die Umwelt in Betracht gezogen. MML entschied sich im März 2013 für eine Transportlösung mit Hilfe eines RopeCon® Systems, das den Höhenunterschied von ca. 400 m und die Länge von 1,3 km mit nur einer Stütze überwindet und das Material auf einen Schüttkegel entlädt. Die Bauarbeiten begannen Anfang des Jahres 2014. Das Doppelmayr-Montageteam führte die Arbeiten in 6 Monaten unfallfrei und termingerecht durch. Im März 2016 wurde der RopeCon® schließlich planmäßig in Betrieb genommen und verbindet nun die Mine mit der Aufbereitungsanlage.

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RopeCon® überwindet den Höhenunterschied von ca. 400 m und die Länge von 1,3 km mit nur einer Stütze.

Der RopeCon® ist ein Produkt des Seilbahnherstellers Doppelmayr und besteht aus einem Flachgurt mit Wellkanten, auf dem das Material transportiert wird. Der Gurt dient als Zugelement und wird über eine Trommel in der Station angetrieben bzw. umgelenkt. Da der RopeCon® von der Mine El Limón ins Tal einen großen Höhenunterschied überwindet und die Neigung der Strecke dadurch entsprechend groß ist, wurde der Fördergurt für dieses Projekt mit Stollen ausgestattet, die ein Durchrutschen des Materials auf dem Gurt verhindern. In regelmäßigen Abständen ist der Gurt mit Achsen versehen, die ihn tragen. An beiden Enden der Achsen befinden sich Laufräder aus Kunststoff. Diese laufen auf einer Streckenkonstruktion aus Tragseilen und führen den Gurt. Die Tragseile wiederum werden über Stützen geführt. Die Strecke ist somit vom Boden abgehoben und der Platzbedarf des Systems wird minimiert. Insgesamt verfügt die Anlage über drei Tragseilpaare, von denen das unterste Paar den leeren Gurt trägt und das mittlere Paar den beladenen Gurt. Ein Inspektionsfahrzeug, das sich auf dem dritten, dem obersten Tragseilpaar fortbewegt, ermöglicht es, jeden Punkt entlang der Strecke einfach und sicher zu erreichen. Da nahezu sämtliche beweglichen Teile mit dem umlaufenden Gurt verbunden sind und somit in regelmäßigen Abständen die Stationen passieren, können Wartungsarbeiten bequem an einem zentralen Punkt durchgeführt werden.

Der RopeCon® für das Projekt El Limón generiert über das Bremsen ca. 1 MW an „grüner“ Energie, was die Gesamtbetriebskosten reduziert. Dies und die Vermeidung der Verbrennung von Dieseltreibstoff unterscheidet das System in diesem Zusammenhang von der untersuchten Alternative des Erztransports mittels LKWs.

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RopeCon® befördert Golderz über eine Länge von 1,3 km ins Tal.

Abgesehen von den positiven Effekten auf die Betriebskosten durch die einfache Wartung der Anlage und den regenerativen Betrieb aufgrund der Talwärtsförderung sprechen auch die Vermeidung von Staub- und Lärmemissionen für den Einsatz des RopeCon® Systems. Zudem erhöht das automatische Transportsystem, dessen Steuerung in die zentrale Steuerung der Mine integriert werden kann, die Sicherheit im Betrieb.

Die Entscheidung, das gebrochene Erz mit einem RopeCon® vom Abbaugebiet zum Schüttkegel ins Tal zu transportieren, bringt auch mit sich, dass die Zugangsstraße zum Tagebau nicht für den Transport mit LKWs ausgebaut werden muss. Die Zugangsstraße kann somit schmaler und steiler gebaut werden, was eine andere Routenführung erlaubt. Der Platzbedarf für den Straßenbau wird dadurch reduziert. Das RopeCon® System selbst ist vom Boden abgehoben und berührt zwischen der Beladestation und der Endverankerung der Seile im Tal den Boden nur mit einer einzigen Stütze. Diese schafft mit einer Höhe von 44 m die nötige Abwurfhöhe über dem Schüttkegel. Das Spannfeld zwischen der Beladestation und der Stütze beträgt 1.200 m. Der Förderwinkel erreicht 32°.

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Die einzige Stütze hat eine Höhe von 44 m.

Der RopeCon® wird über die gesamte Betriebsdauer der Mine von ungefähr 10 Jahren stündlich 1.000 Tonnen an Erz vom Brecher zum Schüttkegel transportieren. Von dort wird das Erz weiter zur Aufbereitungsanlage transportiert.

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Der RopeCon® entlädt das Material auf einen Schüttkegel.

Technische Daten:
Länge            1.308 m
Höhenunterschied            -383 m
Förderleistung            1.000 t/h
Geschwindigkeit            3,3 m/s
Anzahl der Stützen            1
Motorleistung in Betrieb            -1.026 kW

Die Doppelmayr Transport Technology GmbH bildet als 100%iges Tochterunternehmen einen Teil der international agierenden Doppelmayr Gruppe, die ihren Hauptsitz in Wolfurt, Österreich hat. Innerhalb der Gruppe ist sie der Spezialist für den Transport von Material und Gütern. Doppelmayr ist Technologieführer und Pionier in der Seilbahntechnik und neben dem Materialtransportbereich auch in anderen Geschäftsfeldern aktiv. Unter anderem stellt die Gruppe auch Personenseilbahnen für den Winter- und Sommertourismus sowie den urbanen Transport, seilgezogene Nahverkehrszüge, wie sie z.B. auf den Flughäfen von Toronto und Mexiko Stadt zum Einsatz kommen, oder vollautomatische Hochregallager her.


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